7:1 Regel für das Risiko-Ertrags-Verhältnis

Die 7:1-Regel für das Risiko-Ertrags-Verhältnis zeigt, wie ein Trader mit Risiken umgeht. Die Regel besagt, dass dein Stop-Loss (Risiko) dein Take-Profit (Ertrag) nicht mehr als das Siebenfache übersteigen darf. Die Berechnung basiert auf dem tatsächlichen Drawdown und dem Endergebnis jeder Position.

Beispiel: Wenn der Drawdown einer offenen Position 1.000 $ beträgt, der Trade aber mit einem Gewinn von 100 $ endet (ein Verhältnis von 10 zu 1), wird die Regel verletzt.

Du kannst den Risikowert geschlossener Positionen in market watch → start → statement → positions → risk einsehen.
Dieser Wert wird innerhalb einer Stunde nach dem Schließen der Position berechnet.
Die Berechnung erfolgt nach der Formel: Drawdown / P&L = Risk.
Der Parameter „Risk“ (Risiko-Ertrags-Verhältnis) darf den Wert 7 nicht überschreiten.

Wird ein Auszahlungsantrag aufgrund eines Verstoßes gegen diese Regel abgelehnt, benötigt der Trader anschließend weitere 5 Gewinn-Tage, um erneut auszahlungsberechtigt zu sein.

Ziel dieser Regel ist sicherzustellen, dass das vom Trader eingegangene Risiko durch das Ergebnis gerechtfertigt ist. Wenn ein Trader große Drawdowns auf Positionen akzeptiert und anschließend nur kleine Gewinne realisiert (wenn das Risiko den Ertrag mehr als siebenmal übersteigt), kann dies einen Verstoß gegen die Regeln darstellen. Wir möchten, dass Trader ein angemessenes Risikomanagement-System verwenden, um chaotische oder zufällige Ergebnisse zu vermeiden.

Trades, die gegen diese Regel verstoßen, können zur Ablehnung des Auszahlungsantrags führen. Wenn ein Trader mehrere Trades mit einem Risiko-Ertrags-Verhältnis von mehr als 7 hat – zum Beispiel beim Schließen der Position zum Breakeven, vor wichtigen Nachrichten oder am Ende einer Sitzung –, ist dies für sich genommen noch kein Problem. Wenn ein solches Verhalten jedoch systematisch auftritt, kann der Auszahlungsantrag abgelehnt werden. Besonderes Augenmerk wird auf Trades mit sehr großen Drawdowns in absoluten Geldbeträgen gelegt.

Bei der Entscheidung wird außerdem berücksichtigt, ob tatsächliche Stop-Loss-Orders verwendet werden. Die Nutzung des täglichen Verlustlimits als Ersatz für einen echten Stop-Loss (d. h. wenn man sich nur auf das Tagesverlustlimit verlässt, ohne einen realen Stop-Loss im Markt zu platzieren) kann sich negativ auf die Entscheidung über die Auszahlung auswirken.

Beispiel:
Ein Trader setzt einen Stop-Loss von 2.000 $ und ein Take-Profit von 4.000 $. Nach der Eröffnung der Position erreicht das Zwischenergebnis –1.000 $. Danach steigt der Preis wieder über den Einstiegskurs und der Trader schließt die Position mit einem Gewinn von +100 $. Das tatsächliche Risiko-Ertrags-Verhältnis dieser Position beträgt 1.000 $ / 100 $ = 10 und überschreitet damit den maximal zulässigen Wert von 7.

Wir empfehlen, beim Eröffnen einer Position Bracket-Orders zu verwenden, damit du das genaue Risiko-Ertrags-Verhältnis bei der Festlegung von Stop-Loss und Take-Profit sofort sehen kannst. Das Verhältnis darf nicht höher als 7 sein.
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